Gründüngung
Um im Garten und Ackerbau das Brachliegen offenen Bodens zu vermeiden, ist Gründüngung eine sehr effektive Methode. Hierbei werden die Samen bestimmter Pflanzenarten ausgebracht, welche zumeist schon nach wenigen Tagen einen Erosionsschutz für den Erdboden bilden können. Die Pflanzen werden meist bis zur Blüte, oder bis zur geplanten nächsten Nutzung des Gebietes im Wachstum belassen und später untergepflügt. Zum einen nützt die Gründüngung also oberirdisch durch die Beschattung des Oberbodens und fördert gleichzeitig die Schattengare. Unerwünschte Wildkräuter werden im Wachstum unterdrückt und können keine Bedrohung für folgende Kulturpflanzungen werden. Regengüsse können den Oberboden nicht mehr direkt angreifen, wodurch Erosion minimiert wird. Auch unterirdisch sind die positiven Auswirkungen unübersehbar. Durch das intensive Wurzelwachstum wird der Boden aufgelockert und feinkrümeliger. Bodenlebewesen werden durch Planzenteile, oder den später zur Gänze eingepflügten Pflanzenkörper gefördert und eine reiche Humusbildung angebahnt. Die in den Pflanzen enthaltenen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor oder Kalium werden der Folgekultur leichter zugänglich gemacht. Der sich bildende Humus weist durch seine schwammartige Struktur eine weitaus höhere Wasserhaltefähigkeit auf, als mineralische Böden. Werden Leguminosen eingesät, so können diese durch ihre Fähigkeit der Luftstickstoffbindung sogar zu einem hohen Maße Düngegaben mit diesem Nährstoff ersetzen. Andere zur Gründüngung genutzte Arten vertreiben durch Abwehrstoffe Schadorganismen, welche das Wachstum und den Ertrag der kommenden Nutzpflanzengeneration schmälern würden. Häufigste genutzte Arten für die Gründüngung sind die verschiedenen Arten der Lupine, Klee, Ölrettich, Senf und Bienenfreund, wobei Letzterer sogar zusätzlich zu den oben genannten Vorzügen auch noch als effektive Bienenweide nutzbar ist.