Düngerlexikon

Fruchtfolge

Fruchtfolge bezeichnet den nachfolgenden Anbau verschiedener Pflanzenarten auf derselben Anbaufläche. Durch diese wird einer Bodenverarmung entgegengewirkt, welche durch einen stetigen Anbau desselben Pflanzenorganismus entstehen würde, da hierbei nur ein bestimmtes Spektrum der vorhandenen Bodennährstoffe bevorzugt genutzt, bis übernutzt würde. Eine Veränderung der Bodenzusammensetzung und ein stark abfallender Ertrag wäre die unmittelbare Folge. Jedoch können nicht alle Pflanzen beliebig miteinander in einer Fruchtfolge kombiniert werden. Um die Ausgaben für Dünger zu minimieren und den Ertrag gleichmäßig hoch zu halten, müssen stets flach wurzelnde Pflanzen mit tief wurzelnden Pflanzen, stickstoffzehrende Pflanzen mit stickstoffmehrenden Pflanzen (beispielsweise Leguminosen), humusmehrende Pflanzen mit humuszehrenden Pflanzen und insgesamt schwach zehrende mit stark zehrenden Pflanzenarten abgewechselt werden. Einige Pflanzen sondern zudem über die Wurzel wachstumshemmende Stoffe ab (etwa alle Rosengewächse), die Artgenossen und verwandte Arten direkt negativ beeinflussen können. Ausnahmen sind hier etwa Roggen, Mais oder Tabak, welche in der Fruchtfolge mit sich selber verträglich sind. Miteinander und mit sich selber unverträglich sind in der Fruchtfolge Weizen, Klee, Luzerne, Erbsen Gerste, Hafer, Lein und Rüben. Unter diesen dürfen besonders Rüben nicht mit Raps oder lein mit Erbsen kombiniert werden, um Ernteausfälle zu vermeiden. Ein genauer Überblick über die Fruchtfolge kann dem optimierten Fruchtfolgekreuz entnommen werden. Eine gut durchdachte Fruchtfolge lässt die Kulturpflanzen von den jeweiligen Eigenschaften des "Vorgängers" profitieren und ermöglicht durch die Gabe von organischem Dünger an optimal ausnutzende Pflanzen eine höchstmögliche Ausnutzung der in ihm enthaltenen Nährstoffe.