Düngefenster
Da das Düngegesetz in Deutschland neben den zulässigen Düngemitteltypen auch deren höchstzulässige Menge bestimmt, ist es äußerst wichtig für den Landwirt so ökonomisch wie möglich zu düngen. Da auf großflächigen Anpflanzungen die Auswirkungen des Düngens auf den Boden und die Effizienz derselben kaum berechenbar sind, greifen Landwirte zur Methode des "Düngefensters". Hierbei wird bei der ersten erfolgten Stickstoffdüngung eine abgesteckte Parzelle mit der halbierten Düngemenge behandelt. Diese Parzelle wird nun während der Wachstumsphase regelmäßig kontrolliert. Sobald hier eine Mangelernährung der Pflanzen durch ein gelbwerden der Blätter zu beobachten ist, muss die zweite Stickstoffdüngung ausgebracht werden. Die abgesteckte Parzelle wird hierbei zweigeteilt. Die eine Hälfte bekommt wiederum nur die halbe Düngermenge, die Andere keine Düngergabe. Wiederum wird die Blattfarbe als Indikator für die dritte Düngung genutzt. Ein klarer Vorteil bei dieser Methode ist die Phase zwischen den Düngungen sicherer und effektiver zu berechnen. Besonders positiv ist die explizit auf den Standort geeichte Düngemittelmenge, welche individuelle Besonderheiten des lokalen Bodenprofiles berücksichtigt. Hierbei wird die Menge des verbrauchten Düngers optimiert, während es zu einer besonders geringen Grundwasserbelastung kommt, da nur so viel gedüngt wird, wie die Pflanzen verbrauchen. Auch ist diese Methode mit geringsten methodischen, finanziellen und zeitlichen Aufwand durchzuführen und daher besonders einfach zu handhaben.