Düngerlexikon

Auswirkungen des Düngens auf den Boden

Die Auswirkungen des Düngens auf den Boden sind die unmittelbarsten und neben den Auswirkungen auf die Luft und das Wasser die für den Menschen am besten zu kontrollierenden. Primär ist durch die Düngung ein Ausgleich des Verhältnisses der drei Grundnährstoffe Kalium, Phosphor und Stickstoff, da dass Pflanzenwachstum vom Vorhandensein des am geringsten vorkommenden Nährstoffes limitiert wird. Unerwünschte Auswirkungen der Düngung auf dem Boden treten bei unsachgemäßer Dosierung der verschiedenen Nährstoffe auf. So kann eine zu hohe Stickstoffdosierung sehr schnell zu einer Versauerung der Bodenverhältnisse führen, was besonders in Wäldern mit dem allgegenwärtig hohen Stickstoffausstoß durch Industrie und Autoabgasen zum schweren Problem wird. Diese übermäßige Stickstoffdüngung verändert die Bodenzusammensetzung, so dass aus Ton vorher gebundene Schwermetalle gelöst werden. Diese vergiften Bodenlebewesen und die Wurzeln der betroffenen Pflanzen bis hin zu ihrem Absterben. Auch werden stickstoffbindene Bakterien verdrängt und verschwinden aus überdüngten Böden. Auch Metalle und Salze in Düngern können das Bodenleben nachhaltig schädigen, etwa die überraschend hohe Urankonzentration in Phosphatdüngern, welche langanhaltend im Boden verbleibt. Umgekehrt kann eine kluge Düngung auch eine positive Auswirkung auf das Bodenleben haben. So sind organische Dünger beispielsweise ausgesprochen förderlich für einen gesunden Regenwurmbestand und können als Auswirkung eine enorme Belebung des Bodens hervorrufen.